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Die richtige Blumenerde für Zimmerpflanzen

Eigentlich brauchen wir uns heutzutage über das geeignete Pflanzsubstrat kaum mehr den Kopf zu zerbrechen. Entsprechende Mischungen aus Grund- und Zusatzstoffen, die sogenannten Industrieerden, sind auch in kleinen Mengen abge-

packt im Gartenhandel erhältlich. Allerdings: der Schein der mit bunten Tüten und Ballen vollgepackten Regale der Gartencenter trügt ein wenig. Nicht alles, was dort angeboten wird, erfüllt die Ansprüche unserer Topfpflanzen. Gerade für diese Kinder der Tropen und Subtropen, die ohnedies nicht so einfach mit dem ihnen fremden Klima zurechtkommen, kann nur das Be'ste, also das pflanzengerechteste gut genug sein. Die Massenware, die unter der Sammelbezeichnung "Blumenerde" offeriert wird, ist es leider häufig nicht.

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Ein gutes Pflanzsubstrat muß einerseits so locker sein, daß die Wurzeln stets mit genügend Sauerstoff versorgt sind, zum andern soll es Wasser und Nährstoffe aufneh

men, für eine gewisse Zeit speichern und kontinuierlich an die Pflanzenwurzeln abgeben. Dafür ist ein genügend hoher Anteil an Lehm und Ton erforderlich. Diese Bestandteile reduzieren die Durchlässigkeit des Substrats und sind in der Lage, Nährstoffe locker an sich zu binden, ohne daß sie dadurch den Pflanzen auf Dauer entzogen würden. Andererseits darf die Blumenerde nicht zu schwer, also nicht zu stark tonhaltig sein; die mangelnde Durchlässigkeit führt dann leicht zu Staunässe und Wurzelfäule. Durch die übermäßige Anreicherung von Nährstoffen kann es hier auch zu einer Überdüngung kommen.

Zwar prangern Naturschützer schon länger die Gefährdung der letzten intakten Moore durch den Torfabbau an, trotzdem wurde Torf bislang als unverzichtbarer Hauptbestandteil von Blumenerden angesehen. Wieweit Rindenprodukte, die in der gärtnerischen Praxis immer mehr verwendet werden, den Torf auch in den Kultursubstraten ersetzen können, bleibt abzuwarten. ° .

Ein weiterer wichtiger Punkt, der die Qualität von Blumenerden kennzeichnet, ist der pH-Wert, der Säuregrad also. Er steht zugleich in engem Zusammenhang mit der Strukturbeschaffenheit eines Substrats. Die Mehrzahl unserer Zimmerpflanzen bevorzugt einen leicht sauren Boden, der etwas unter dem Neutralwert pH = 7 liegt und mit den Zahlen 5 bis 6 gekennzeichnet ist. Je mehr Kalk die Krume enthält, desto höher sind diese Werte. Leider geschieht es meist, daß sich ein ursprünglich günstiges, schwach sauer reagierendes Substrat im Lauf der Zeit durch unser meist "hartes" Gießwasser aufkalkt; manche Pflanzen, wie zum Beispiel Zitrusgewächse, reagieren darauf mit Gelbwerden der Blätter, da der Kalk wichtige Nährsubstanzen bindet, die dann zur Ernährung der Pflanze nicht mehr zur Verfügung stehen.

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Der Hobbygärtner ist in jedem Fall gut beraten, wenn er sich bei der Wahl seiner Topferde für ein Markenfabrikat entscheidet. Es ist zwar teurer als anonyme Produkte mit Fantasienamen, gewährleistet aber Strukturstabilität und weitgehenden Verlaß auf den angegebenen pH-Wert. Zu diesen Artikeln gehört an allererster Stelle die Einheitserde, die auf Mischungen von Professor Fruhstorfer zurückgeht und einer ständigen Kontrolle unterliegt. Sie ist, wie übrigens auch andere Produkte, bereits mit Start- und Langzeitdüngern angereichert, so daß während der ersten vier bis sechs Wochen keine zusätzlichen Nährstoffgaben notwendig sind. Bei den auch in größeren Abpackungen angebotenen Torfkultursubstraten TKS I und TKS II ist die Nährstoffspeicherung und -abgabe weniger günstig als bei Einheitserde, weil die Zuschlagstoffe Ton beziehungsweise Lehm fehlen. TKS I ist weitgehend frei von Düngesalzen und wird deshalb für die Pflanzenanzucht und für "Moorbeetgewächse" wie Azaleen und Heidekräuter verwendet, während TKS II die erwähnten Nährstoffzusätze enthält. Da Torf die unangenehme Eigenschaft besitzt, einen Teil Restwasser zu speichern, ohne daß die Pflanzen hiervon profitieren können, täuscht das Substrat noch Feuchtigkeit vor, während die Gewächse bereits Mangel leiden. Dieses Verhalten des Torfs erschwert gerade dem Anfänger die Pflege.

Erde aus dem eigenen Garten ist für die Zimmerpflanzenkultur weniger zu empfehlen. Die Zusammensetzung entspricht nur selten den Wünschen gerade exotischer Gewächse. Zudem können unzuträgliche Reste von Gartendüngern in der Krume enthalten sein, und schließlich läßt sich erst im Nachhinein, wenn es zu spät ist, feststellen, was damit an Schadorganismen eingeschleppt wurde. Ähnliches gilt für Kompost; in diesem finden meist lange Zeit nach dem Aufsetzen noch Umwandlungs

prozesse statt, durch die sich die Struktur auch im Blumentopf weiter verändert, so daß aus der vermeintlich lockeren Erde unbemerkt ein verdichtetes, pappiges Substrat entstehen kann.

Für Pflanzen, die aufgrund ihrer Herkunft Sonderansprüche an die Bodenbeschaffenheit stellen, wie zum Beispiel Kakteen oder Orchideen, gibt es im Gartenfachhandel Spezialsubstrate, die zumindest der Laie eigenen Mischungen vorziehen sollte.

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