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Geschichte der Zimmerpflanzen

Informatives Standort Gießen Düngen Vermehren Tipps und Hinweise

In den englischen Salons des 19. Jahrhunderts herrschte ein regelrechtes "Farnfieber", und auch in deutschen Bürgerhäusern gehörten Blattschmuckpflanzen bis weit nach dem ersten Weltkrieg zum dekorativen Inventar einer gehobenen Wohnkultur. Exotische Blütengewächse allerdings gab es im Haus kaum; denn die Auswahl an geeigneten Arten und Sorten war bescheiden. Zum Zimmergrün der Palmen und Farne kamen andere Vertreter dieser recht anspruchslosen Flora: Fensterblatt, Zimmertanne, Zierspargel, Gummibaum; aus Ampeln grüßten Efeu, Tradeskantie und Grünlilie. All diese Gewächse und viele weitere, die ihnen in immer größerer Zahl im Lauf der Jahre folgten, haben "nur" ihr dekoratives Laub zur Schau zu stellen, die Blüten sind entweder unscheinbar oder erscheinen wegen des eigentlich pflanzenunfreundlichen Wohnzimmerklimas gar nicht erst. Dafür ist das Blattwerk um so attraktiver, sei es aufgrund seiner Form oder Größe, sei es wegen der bisweilen erstaunlichen Farbenvielfalt und -ausprägung. Hartlaubige Arten, die nur reines Grün bieten, wie der "klassische" Gummibaum (Ficus elastica), das Fensterblatt (Monstera deliciosa), der Drachenbaum (Dracaena) und viele Palmen, sind robuste Zimmerbewohner mit bescheidenen Lichtbedürfnissen und in ihrer Anspruchslosigkeit für fast jeden Standort geeignet. Außerdem lassen sie sich, sofern es ihre Größe erlaubt, im Freien übersommern.

Andere wiederum, besonders die aus den tropischen Regenwäldern stammenden, haben sich ihre Überempfindlichkeiten bewahrt und gehören daher eigentlich ins geschlossene Blumenfenster mit seinem feuchtwarmen Kunstklima. Jedenfalls ist dies die Umgebung, in dem sie ihre Attraktivität voll entfalten können und sich von der besten Seite zeigen. Das bedeutet jedoch nicht, daß eine Kultur auf dem Fensterbrett unmöglich wäre. Auch wenn hier keine optimalen Bedingungen für anspruchsvolle Tropengewächse herrschen, gibt es heute doch Möglichkeiten, ihnen mehr als nur das pure Überleben zu sichern und an ihrer Schönheit teilzuhaben. Welche Hilfsmittel uns dafür zur Verfügung stehen, wird in den folgenden Kapiteln beschrieben. Schließlich hat auch die Pflanzenzucht ihren Teil dazu beigetragen, aus sensiblen Exoten recht anpassungsfähige Zimmerpflanzen zu machen. Viele neue Sorten lassen sich inzwischen auch unter nicht optimalen Bedingungen allerhand gefallen. Dies weckt die Lust am Experiment, wobei man einkalkulieren muß, daß Experimente mißlingen können. zimmerpflanzen_pflanzen_nestfarn_asplenium_nidus.

 

Aber Verluste sind zu verschmerzen, und unvermeidliche Mißerfolge beim Umgang mit Gewächsen haben als Erfahrungen schließlich doch ihren Sinn. Und wer sich beispielsweise einmal mit der kleinen Fittonia verschaffeltü und ihren besonders ansprechenden Sorten oder einer der Zuchtformen von Dieffenbachia maculata beschäftigt hat, wird sich möglicherweise zum Bau eines Tropenfensters entschließen oder eine Zimmervitrine kaufen, wo sich diese reizvollen Pflanzen besonders wohl fühlen - denn gegenüber Blütengewächsen haben Blattpflanzen einen entscheidenden Vorteil: sie zeigen ihre Schönheit ohne Unterbrechung und sind an keine Saison oder genetisch bedingte Blühperiode gebunden.

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